Grußwort des Pastors

"Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem von Gott aus dem Himmel herabkommen, …"

Offenbarun 21,2

Was für ein merkwürdiges Bild: Eine Stadt wird aus dem Himmel eingeflogen! Muss man wirklich darüber nachdenken? Wir sollten es zumindest einmal versuchen. Denn: Hier geht es um Zukunftsfragen. Was steht ganz am Ende? Die Bibel sagt: Ein neuer Himmel und eine neue Erde. Unsere Welt und all das Untergründige und Schwierige sind dann vergangen. Es wird nicht genauer beschrieben, wie das geschehen wird. Es wird nur über den Endzustand informiert: Die heilige Stadt, das neue Jerusalem kommt aus dem Himmel, also direkt aus Gottes Welt. Sie wird das Zentrum einer neuen Welt sein.

Heilige Stadt, Jerusalem, … für nicht wenige sind das Reizworte. Sie stehen für den Konkurrenzkampf dreier Weltreligionen, für enorme Spannungen, für Krieg und Blutvergießen und große Schuld auf allen Seiten. Sollte ein neuer Himmel, eine neue Erde das alles nicht hinter sich lassen? Muss diese Begrifflichkeit als Hypothek mit in die Zukunft geschleppt werden?

Ja, sagt der Prophet und Seher Johannes vor 1.930 Jahren. Warum? Weil das Neue unbeschreiblich ist. Es kann eigentlich nur mit den Begriffen des alten beschrieben werden. Aber es geht nicht um die bis heute umkämpfte Stadt oder gar um den Wiederaufbau des jüdischen Tempels.

Die Stadt steht vielmehr für ein neues Gemeinwesen. Die Zukunft gehört denen, die sich an dem Gott der Bibel und an Jesus orientieren, die auf ihn achten, bzw. auf ihn geachtet haben. Die Zukunft gehört damit allerdings nicht den verfassten Kirchen oder den freien Werken. All das trennende wird es nicht mehr geben. Das Miteinander, das gemeinsame Leben wird Gott als Mittelpunkt haben. Soviel einmal zu den Zukunftsfragen. Aber was geht uns das hier und heute an? Mein Eindruck ist: Wir sitzen zwischen den Stühlen. Die Vision der Bibel ist für uns sehr weit weg. Und die Probleme unserer Welt sind so riesig, dass wir lieber einen Bogen darum machen und dann gar nichts oder nicht viel tun. Damit geht es um einen Spagat, … nämlich beides auf den Zettel zu behalten. Es wäre gut, sich den Herausforderungen zu stellen, das zu tun, was Jesus uns aufgegeben hat und es zu tun, weil er uns eine Hoffnung gegeben hat.u²

Ihr/Euer

Johannes Schmidt