Grußwort des Pastors

"Nein, das Wort Gottes ist ganz nah bei dir. Es ist schon in deinem Mund und in deinem Herzen. Du kannst es befolgen"

5. Buch Mose, Kapitel 30,14

Mit diesen Sätzen antwortet der altgewordene Mose auf die Einwände der Jüngeren. Die hatten steif und fest behauptet: Wir können das Wort dieses unsichtbaren Gottes nicht verstehen und erst recht nicht tun. Es passt nicht mehr in die Zeit. Es ist so abgehoben, weltentrückt, uns so fern. Da geht es doch vorwiegend um ein Schwarz-Weiß-Denken. Unsere Welt tickt aber mittlerweile ganz anders. Das Wort Gottes hilft uns da nicht wirklich. So oder ähnlich müssen sie mit Mose diskutiert haben.

Und Mose hält dagegen: Nein! Das Wort Gottes ist nicht so abgehoben, nicht so jenseitig. Es ist z.B. nicht in einer alten heiligen Sprache verfasst. Es ist verstehbar. Man muss dafür nicht erst mühsam Althebräisch oder noch schwierigeres pauken. Wir können es hören. Menschen legen es aus. Da ist für jeden Intelligenzquotienten etwas dabei. Es kann sehr schlicht daherkommen. Aber es gibt auch Texte, die sich einem nicht nach dem ersten Hören erschließen. Wir heute können es zusätzlich noch lesen in Büchern und Zeitschriften, auf Tablets oder E-Books. Und: Dieses Wort Gottes spricht auch das Gefühl, das Herz an. Es rüttelt auf. Es kann ganz tief Verborgenes in uns anrühren. Es kann Menschen total umkrempeln.

Moses Fazit: Man kann es durchaus verstehen und befolgen! Klar, manchmal muss man erst eine andere Übersetzung zu Hilfe nehmen. Manchmal braucht es lange Gespräche. Manchmal braucht es Menschen, die uns das authentisch vorleben. Außerdem brauchen wir Geistesblitze, das Wirken des Heiligen Geistes.

Wichtig an der Stelle ist, dass wir es uns nicht zu bequem machen, … so wie die jungen Leute Mose gegenüber. Solche Denkfaulheit, solche geistige und geistliche Unbeweglichkeit ist der „Tod im Topf“. So wird das nichts. Mose will die nächste Generation, er will Sie/Euch ermutigen, gewohnte Denkbahnen zu verlassen. Er erinnert seine Zuhörer damals, Sie/Euch heute daran, das Ungewohnte nicht abzuwürgen, indem ihr sagt: „Ja, aber…“ Er ermutigt Sie/Euch, Veränderungen anzupacken, Umkehr zu wagen. Das wird auch im neuen Jahr 2018 gebraucht. Wo ist das bei Ihnen, bei Euch, bei uns allen dran?

Ihr/Euer

Johannes Schmidt